Optionsstrategien

  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 04.03.2016 10:42
    Hallo tradimo-Gemeinde,

    dieser Thread soll Optionsstrategien behandeln, dabei wird er stets weiter ausgearbeitet und erweitert. Die Grundagen werden nicht Inhalt sein und ich möchte diejenigen unter euch bitten, die noch kein Grundlagenwissen zum Thema Optionen haben, sich in DIESEM THREAD VON GERHARD genauer umzuschauen. Sollte dennoch der Wunsch nach detaillierten Grundlagenwissen hier verstärkt geäußert werden, so bin ich selbstverständlich bereit, diese Informationen auch hier zur Verfügung zu stellen.

    Mit verschiedenen Optionskonstrukten könnte ihr von Seitwärtsmärkten profitieren oder einfach davon, dass es Bewegung geben wird, egal in welche Richtung! Der Optionshandel biete viele Möglichkeiten, die der "normale" Handel euch nicht bieten kann, oder wo macht man Geld, wenn sich ein Wert nicht vom Fleck bewegt?
    Dies und viele Dinge mehr sollen in diesem Thread erklärt und diskutiert werden.

    Ein paar wenige Grundlagen möchte ich aber auch hier kurz und knapp wiedergeben.
    Es ist beim Optionshandel unumgänglich auf 3 Dinge zu achten: Implizite Volatilität (IV), Laufzeit, Moneyness!
    Insbesondere die IV spielt bei der Wahl der richtigen Strategie eine gewichtige Rolle, da sie großen Einfluss auf den Optionspreis hat. So macht es z.B. bei hoher IV mehr Sinn Optionen zu verkaufen und bei niedriger IV Optionen zu kaufen.
    Auch der Zeitwertverfall kommt dem Verkauf von Optionen zu Gute und ist nachteilig für gekaufte Optionen.
    Einen weiteren Einfluss auf den Optionspreis spielt es, ob die Option im Geld (ITM), am Geld (ATM) oder aus dem Geld (OTM) ist. Optionen, die durch den gewählten Strike im Geld sind, weisen neben dem Zeitwert auch einen inneren Wert auf. Dies ist der Grund, warum man sehr oft Optionen ATM oder OTM handelt.

    Um noch abschließend zu den Grundlagen den Kauf und Verkauf von Optionen zu unterscheiden, möchte ich noch kurz aufzeigen, wann man jeweils Profit generieren kann:

    - Kauf von Optionen (Long): Das Underlying muss sich in die gewünschte Richtung entwickeln. Der Kauf von Optionen ermöglicht einen unbegrenzten Gewinn und einen begrenzten Verlust (die gezahlte Prämie)
    - Verkauf von Optionen (Short): Das Underlying kann sich in die gewünschte Richtung, seitwärts oder sogar leicht gegen die Positionierung entwickeln. Der Verkauf von Optionen ermöglicht einen begrenzten Gewinn (die erhaltene Prämie) und einen unbegrenzten Verlust.

    Bei den Erklärungen verwende ich Short und Long. Man könnte genauso gut einfach von Verkauf und Kauf sprechen. Wie später noch deutlich wird ist ein Kauf immer ein Debitgeschäft und ein Verkauf eine Creditgeschäft.

    Das soll es zu den Basics erst mal sein, auf Nachfragen gehe ich aber sehr gern ein.

    Im Folgenden werden diese Optionsstrategien näher erläutert:
    - Straddle
    - Strangle
    - Calendar Spread
    - Iron Condor
    - Iron Butterfly
    - Vertikale Spreads
    - Ratio Spreads
    - Christmas Tree
    - Backspread
    - Covered Call Writing
    - Schnellübersicht
    - Weitere wichtige Aspekte
    - Partnerbroker mit Optionen
    - Gegenüberstellung: Option - Optionsschein
    - Unterschiede in vertikalen Spreads

    Beste Grüße
    nleeson111
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 04.03.2015 13:44
    Straddle

    Long Straddle
    Ein Long-Straddle zeichnet sich dadurch aus, dass man zum gleichen Strike und mit der gleichen Laufzeit sowohl einen ATM Put als auch einen ATM Call kauft. Ein Long-Straddle lohnt sich in Marktphasen mit niedriger IV, da er von einer Steigerung der IV profitiert. Des Weiteren sind zu erwartende hohe Kursbewegungen vorteilhaft. Es ist somit notwendig, dass sich das Underlying während der Haltedauer bewegt. Der Verlust ist begrenzt und ist die Summe aus den beiden gezahlten Prämien. Der Gewinn ist auf der Upside unendlich, auf der Downside bei 0 begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:



    Short-Straddle
    Ein Short-Straddle zeichnet sich dadurch aus, dass man zum gleichen Strike und mit der gleichen Laufzeit sowohl einen ATM Put als auch einen ATM Call verkauft. Ein Short-Straddle lohnt sich in Marktphasen mit hoher IV, da er von einer Abschwächung der IV profitiert. Des Weiteren sind zu erwartende geringe Kursbewegungen vorteilhaft. Es ist somit notwendig, dass sich das Underlying während der Haltedauer wenig bewegt. Der Gewinn ist begrenzt und ist die Summe aus den beiden erhaltenen Prämien. Der Verlust ist auf der Upside unendlich, auf der Downside bei 0 begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 04.03.2015 13:45
    Strangle

    Long-Strangle
    Ein Long-Strangle zeichnet sich durch verschiedene Strikes aus, die jeweils OTM sind und die gleiche Laufzeit haben, konkret kauft man ein OTM Call und ein OTM Put. Somit ähnelt ein Longe Strangle sehr stark einem Long-Straddle, der Unterschied liegt in den unterschiedlichen Strikes, was zur Folge hat, dass die notwendige Bewegung, um im Profit zu landen, größer sein muss. Diesen Nachteil erkauft man sich aber durch eine kleinere zu entrichtende Prämie. Der Verlust ist begrenzt und ist die Summe aus den beiden gezahlten Prämien. Der Gewinn ist auf der Upside unendlich, auf der Downside bei 0 begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:



    Short-Strangle
    Ein Short-Strangle zeichnet sich durch verschiedene Strikes aus, die jeweils OTM sind und die gleiche Laufzeit haben, konkret verkauft man ein OTM Call und ein OTM Put. Somit ähnelt ein Short Strangle sehr stark einem Short-Straddle, der Unterschied liegt in den unterschiedlichen Strikes, was zur Folge hat, dass die Bewegung, um im Profit zu landen, größer sein kann. Diesen Vorteil erkauft man sich aber durch eine kleinere erhaltene Prämie. Der Gewinn ist begrenzt und ist die Summe aus den beiden erhaltenen Prämien. Der Verlust ist auf der Upside unendlich, auf der Downside bei 0 begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 16.04.2015 08:35
    Calendar Spreads

    Long Calendar Spreads
    Bei einem Long Calendar Spread oder einfach nur Calendar Spread, auch Time Spread genannt, verkauft man einen ATM Put oder Call mit einer nahliegenden Laufzeit und kauft einen ATM Put oder Call mit einer längeren Laufzeit. Ob man nun jeweils Puts verkauft und kauft oder Call, spielt keine entscheidende Rolle. Erwartet man während der Laufzeit eher steigende Kurse, ist es ratsam Calls mit einem höheren Strike als ATM zu handeln. Umgekehrt gilt dies bei zu erwartenden fallenden Kursen mit Puts.
    Long-Calendar-Spreads eignen sich bei niedriger IV, idealerweise weist der Backmonth eine noch geringere IV auf. Des Weiteren sind geringe Kursbewegungen vorteilhaft.
    Der Gewinn und der Verlust sind begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:



    Short Calendar Spread
    Ein Short Calendar Spread wird recht selten gehandelt, weil die dafür notwendigen Bedingungen oftmals andere Optionsstrategien profitabler machen. Bei einem Short Calendar Spread kauft man einen ATM Put oder Call mit einer nahliegenden Laufzeit und verkauft einen ATM Put oder Call mit einer längeren Laufzeit.
    Short Calendar Spreads eignen sich bei hoher IV und es ist eine Bewegung im Underlying notwendig, um Profit zu machen.
    Der Gewinn und der Verlust sind begrenzt, wobei der potenzielle maximale Verlust schwankt, weil die Entwicklung der IV entscheidend ist.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 04.03.2015 13:45
    Iron Condor

    Short Iron Condor
    Ich beginne hier zunächst mit der Erklärung eines Short Iron Condors, was darin zu begründen ist, dass diese Variante des Iron Condors wesentlich häufiger gehandelt wird.
    Eine Short Iron Condor setzt sich aus zwei Spreads zusammen. Das Thema Spreads wird später noch behandelt. Man kann aber auch die bereits besprochenen Strategien heranziehen und sagen, dass man einen Short-Strangle und einen weiter aufgesetzten Long Strangle gleichzeitig handelt. Grund für dieses Konstrukt ist die Begrenzung des Risikos.
    Bei einem Short Iron Condor verkauft man einen OTM Put und einen OTM Call und man kauft einen OTM Put und einen OTM Call. Ein Short Iron Condor ist bei hoher IV und wenig zu erwartender Marktbewegung lohnenswert.
    Der Gewinn und der Verlust sind begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:



    Long Iron Condor
    Der Long Iron Condor wird eher selten gehandelt, da es andere Optionsstrategien gibt, die bei gleichen Bedingungen besser sind.
    Eine Long Iron Condor setzt sich aus einem Long-Strangle und einen weiter aufgesetzten Short-Strangle zusammen. Bei einem Long Iron Condor verkauft man einen OTM Put und einen OTM Call und man kauft einen OTM Put und einen OTM Call. Ein Short Iron Condor ist bei niedriger IV und stark zu erwartender Marktbewegung lohnenswert.
    Der Gewinn und der Verlust sind begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 04.03.2015 13:46
    Iron Butterfly

    Short Iron Butterfly
    Ein Short Iron Butterfly ähnelt sehr stark einem Short Iron Condor. Er unterscheidet sich lediglich darin, dass er anstatt eines Short-Strangles einen Short-Straddle beinhaltet und somit die zu erwartenden Bewegung nur sehr klein sein sollte. Dieser Nachteil wird durch einen höheren potenziellen Gewinn ausgeglichen. Hohe IV ist vorteilhaft.
    Bei einem Short Iron Butterfly verkauft man einen ATM Call und ATM Put und kauft einen OTM Put und OTM Call.
    Der Gewinn und der Verlust sind begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:



    Long Iron Butterfly
    Ein Long Iron Butterfly ähnelt sehr stark einem Long Iron Condor. Er unterscheidet sich lediglich darin, dass er anstatt eines Long-Strangles einen Long-Straddle beinhaltet und somit die zu erwartenden Bewegung nicht so groß sein muss. Dieser Vorteil wird durch einen höheren potenziellen Verlust erkauft. Niedrige IV ist vorteilhaft.
    Bei einem Long Iron Butterfly kauft man einen ATM Call und ATM Put und verkauft einen OTM Put und OTM Call.
    Der Gewinn und der Verlust sind begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 10.12.2015 15:34
    Vertikale Spreads

    Bull Call Spread (debit)
    Bei einem Bull Call Spread hat man die Erwartung, dass das Underlying steigen wird. Man verkauft einen OTM Call und zur Absicherung kauft man einen ITM Call mit gleicher Laufzeit (es gibt weitere Varianten!).
    Der Gewinn und der Verlust sind begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:



    Bull Put Spread (credit)
    Bei einem Bull Put Spread hat man die Erwartung, dass das Underlying steigen wird, stagniert oder leicht fällt. Man verkauft einen ITM Put und zur Absicherung kauft man einen OTM Put mit gleicher Laufzeit.
    Der Gewinn und der Verlust sind begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:



    Bear Call Spread (credit)
    Bei einem Bear Call Spread hat man die Erwartung, dass das Underlying fallen, stagnieren oder leicht steigen wird. Man verkauft einen ITM Call und kauft einen OTM Call mit gleicher Laufzeit zur Absicherung.
    Der Gewinn und der Verlust sind begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:



    Bear Put Spread (debit)
    Bei einem Bear Put Spread hat man die Erwartung, dass das Underlying fallen wird. Man verkauft einen OTM Put und kauft einen ITM Put mit gleicher Laufzeit zur Absicherung (es gibt weitere Varianten).
    Der Gewinn und der Verlust sind begrenzt.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 04.03.2015 13:57
    Weitere wichtige Aspekte

    • Zu den aufgeführten Gewinn- und Verlustprofilen möchte ich nochmals hervorheben, dass das leidglich die Profile am Laufzeitende sind!
      Warum hebe ich das so hervor? Es ist wichtig zu wissen, dass sich sowohl der Gewinn als auch der Verlust bis zum Laufzeitende jenseits dieser gezeigten Profile bewegt, d.h. das in der Regel der maximale Gewinn je Kurs des Underlyings oftmals erst direkt am Laufzeitende erzielt wird. Gleiches gilt aber auch für den Verlust.
    • Des Weiteren ist es mir wichtig darauf aufmerksam zu machen, dass es oftmals nicht mit dem Aufsetzen einer solchen Konstruktion getan ist, sondern gerade die korrekte Wahl der Strikes und der Laufzeiten ist entscheidend. Nicht selten ist es zudem notwendig, dass diese Positionen gemanagt/repariert werden müssen.
    • Grundsätzlich werden Optionen nur sehr selten bis zum Laufzeitende gehalten!
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 19.03.2015 10:36
    Covered Call Writing

    Covered Call Writing ist eine Methode eine wiederkehrende Einnahmequelle zu schaffen und stellt bei einigen Tradern einen wesentlichen Teil der monatlichen Rendite dar.
    Bei einem Covered Call besitzt man Aktien und verkauft gegen sie Calls (Short Calls). Dies hat zur Folge, dass man eine zusätzliche Einnahme hat, wenn das Underlying moderat steigt. Gleichzeitig ist der Verlust bei fallenden Aktienkursen kleiner als ohne die geschriebenen Call, da man zusätzlich noch die Prämieneinnahme hat. Der Nachteil ist der begrenzte Gewinn, wenn der Aktienkurs innerhalb kurzer Zeit stark ansteigt, da der Gewinn durch den Short Call begrenzt ist. Befindet sich der Short Call am Verfallstag im Geld, dienen die Aktien als "Sicherheit" und werden ausgeführt, d.h. im Ergebnis hat man keine Positionen mehr.
    Ein Gewinn- und Verlustprofil könnte man anfügen, besteht allerdings nicht nur aus der Option, sondern auch aus den Aktien.
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 07.03.2015 11:22
    Schnellübersicht





  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 05.03.2015 08:28
    Man kann Optionen übrigens auch mit kleinerem Kapital traden:


  • Hi Matthias,

    danke für den Thread. Ich arbeite mich gerade in das Thema Optionen ein. Bin durch Jens Raabe dazu gekommen und den Thread von Gerhard. Habe noch viel Theorie vor mir...aber es scheint eine interessante und "entspannte" Art des Tradens zu sein, wenn man das so formulieren kann. Auf jeden Fall gut als Ergänzung zum kurz-/mittelfristigen Handel.

    Grüße
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    Vielen Dank!
    In der Tat empfinde ich es als sehr entspannte Art des Tradens und ich habe in den letzten Jahren schon viel auf H4 getradet wink

    Bei Fragen jedweder Art, kannst du ruhig diesen Thread verwenden.

    Beste Grüße
    nleeson111
  • Gibt es von Avatrade ein Options-Demokonto?

    Ich habe die Theorie ein erstes Mal durchgearbeitet, aber so richtig weiß ich nicht, wie ich jetzt beginnen soll. Echtes Geld möchte ich zunächst nicht verwenden, da der Optionshandel komplexer scheint...
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    Schau mal hier rein. Es ist auf jeden Fall ratsam, das Thema sehr bedacht und ohne Echtgeld anzugehen.

    Beste Grüße
    nleeson111
  • Hey nleeson111 ,

    welche Tadingplatform empfiehlst du und weshalb? Bin relativ neu und würde die Unterschiede gerne auch mal im Bezug auf AvaTrader erfahren.

    MfG Smv750
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 16.03.2015 09:21
    Ich benutze verschiedene Plattformen. Zur Orderausführung benutze ich die TWS, die auch CapTrader anbietet. Man kann die TWS auch für Analysezwecke nutzen.
    Mit AvaOptions habe ich persönlich keine Erfahrung, aber Gerhard handelt da recht viel.

    Beste Grüße
    nleeson111
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    zuletzt bearbeitet: 16.04.2015 09:26
    Ratio Spreads

    Ratio Call Spread

    Ein Ratio Call Spread ist durch mehrere Optionen gekennzeichnet, die man in unterschiedlichen Verhältnissen zueinander aufsetzen kann.
    Die Grundform stellt ein gekaufter Calls und zwei oder mehr verkaufte Calls zu einem höheren Strike dar. Die verkauften Call bezahlen den gekauften Call, was im Ergebnis dazu führen kann, dass man nach unten hin keinen Verlust macht.
    Die IV sollte idealerweise hoch sein und eine Trendumkehr oder Seitwärtsphase bevorstehen. Ein zu starker Anstieg des Kurses ist nachteilig, da der Ratio Call Spread dann schnell große Verluste produziert. Demnach bietet sich ein Ratio Call Spread nach einem sehr starken Kursanstieg an.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:



    Ratio Put Spread

    Ein Ratio Put Spread ist durch mehrere Optionen gekennzeichnet, die man in unterschiedlichen Verhältnissen zueinander aufsetzen kann.
    Die Grundform stellt ein gekaufter Put und zwei oder mehr verkaufte Puts zu einem niedrigeren Strike dar. Die verkauften Puts bezahlen den gekauften Put, was im Ergebnis dazu führen kann, dass man nach oben hin keinen Verlust macht.
    Die IV sollte idealerweise hoch sein und eine Trendumkehr oder Seitwärtsphase bevorstehen. Ein zu starker Verfall des Kurses ist nachteilig, da der Ratio Put Spread dann schnell große Verluste produziert. Demnach bietet sich ein Ratio Put Spread nach einem sehr starken Kursverfall an.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:
  • Trading Experte, u.a. verantwortlich für Tradimo Premium
    Christmas Tree

    Call Christmas Tree

    Ein Call Christmas Tree ist quasi die Erweiterung und somit die konservative Form des Ratio Call Spreads. Der Unterschied besteht in einem weiteren Strike, der noch weiter entfernt liegend verkauft wird. Wichtig ist, dass hier der enthaltene Ratio Call Spread mit der identischen Anzahl an Optionen aufgesetzt wird. Finanziert wird dies durch den hinzukommenden verkauften Call. Das Verhältnis zwischen Ratio Call Spread und dem weiteren verkauften Call kann frei gewählt werden, wobei das Risiko zunimmt, je weiter man sich von dem Verhältnis 1:1 entfernt.
    Wie auch der Ratio Call Spread profitiert auch der Call Christmas Tree von einer hohen IV, die wahrscheinlich fallen wird.
    Der Bereich des maximalen Gewinns ist breiter aufgestellt, allerdings wird dies durch einen geringeren Maximalgewinn erkauft.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:


    Put Christmas Tree

    Ein Put Christmas Tree ist quasi die Erweiterung und somit die konservative Form des Ratio
    Put Spreads. Der Unterschied besteht in einem weiteren Strike, der noch weiter entfernt liegend verkauft wird. Wichtig ist, dass hier der enthaltene Ratio Put Spread mit der identischen Anzahl an Optionen aufgesetzt wird. Finanziert wird dies durch den hinzukommenden verkauften Put. Das Verhältnis zwischen Ratio Put Spread und dem weiteren verkauften Put kann frei gewählt werden, wobei das Risiko zunimmt, je weiter man sich von dem Verhältnis 1:1 entfernt.
    Wie auch der Ratio Put Spread profitiert auch der Put Christmas Tree von einer hohen IV, die wahrscheinlich fallen wird.
    Der Bereich des maximalen Gewinns ist breiter aufgestellt, allerdings wird dies durch einen geringeren Maximalgewinn erkauft.

    Gewinn- und Verlustprofil am Laufzeitende:

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